Bei Patienten mit Schlaf-Apnoe funktioniert die Atmung während des Schlafes nicht mehr richtig. Sie schlafen sehr schlecht, zum Teil mit schwerwiegenden Folgen.
Der Begriff „Apnoe“ stammt aus dem griechischen und bedeutet Atemstillstand. Bei der Schlaf-Apnoe erschlaffen im Schlaf die oberen Atemwege, die Muskulatur gibt nach, die Zunge rutscht leicht nach hinten in den Hals und verschließt den Rachenraum. Kurzfristig kommt es zu einem Atemstillstand, der in der Regel zwischen 10 und 90 Sekunden dauert. Die Betroffenen unterbrechen für einen Augenblick ihre Nachtruhe und schlafen mit verminderter Tiefe weiter.
Da sich die Atemstillstände mehrere Hundert mal wiederholen können, spüren die Patienten am nächsten Tag die Folgen. Hierzu zählen ständige und extreme Müdigkeit, verbunden mit einer verminderten Leistungsfähigkeit im Alltag und Beruf.
Der nächtliche Sauerstoffabfall schädigt aber auch die inneren Organe und kann zu Bluthochdruck führen. Mit jedem Atemstillstand sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut, das Herz muß verstärkt arbeiten um den Blutfluß in Gang zu halten. Der Blutdruck steigt stark an. Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folgen sein. Die extreme Tagesmüdigkeit führt immer wieder zu dem gefürchteten Sekundenschlaf beim Autofahren, der zur tödlichen Gefahr werden kann.
Untersuchungen zeigen, dass Einschlafen am Steuer ¼ aller Verkehrstoten auf den Autobahnen verursacht.
Vor allem übergewichtige Männer über 40 Jahre trifft die Schlaf-Apnoe. Frauen sind jedoch etwa 10 mal seltener betroffen. Schnarchen gilt als Hauptsymptom, das auf die Erkrankung hinweist. Beim normalen Schnarchen, das zwar lästig sein kann, aber nicht gefährlich ist, ertönen die Schlafgeräusche in regelmäßigen Abständen ohne Unterbrechungen. Sie stören vielleicht den Bettnachbarn, sind aber ungefährlich. Schnarcher, die unregelmäßige Geräusche von sich geben, bei denen lange Pausen auftreten, leiden unter einem obstruktiven Schnarchen. Wer ständig unter einer extremen Tagesmüdigkeit leidet, sich nur vermindert leistungsfähig fühlt, schnarcht und sehr schnell einschläft, wenn keine Anforderungen an ihn gestellt werden, sollte sich ärztlich untersuchen lassen.
Um der Schlaf-Apnoe auf die Spur zu kommen, gibt der Arzt dem Patienten zunächst ein Gerät mit nach Hause. Dieses kontrolliert die nächtliche Atmung und misst den Sauerstoffgehalt. Erhärten diese Daten den Verdacht auf ein Apnoe-Syndrom, erfolgt eine Diagnostik im Schlaflabor. An erster Stelle der Therapie steht bei Übergewicht das Körpergewicht zu normalisieren. Auch sollte abendlicher Alkoholkonsum gemieden werden. Eine operative Behandlung hilft nur beim harmlosen Schnarchen. Der Wirkstoff Theophyllin hilft allenfalls bei leichteren Fällen. Hilfreich sind Schnarchschienen und Zahnspangen, die verhindern, dass die Zunge in den Rachen rutscht. Die Therapie der Wahl stellt jedoch die nächtliche Überdruckbeatmung dar. Über eine Schlafmaske wird Luft zugeführt, die einen Überdruck im Rachenraum erzeugt. Dieser stützt die Atemwege, so das diese nicht erschlaffen können. Die Behandlung muß jede Nacht durchgeführt werden.
Dank der Schlafmaske fühlen sich die Patienten erholt und ausgeschlafen und sind am nächsten Tag wieder leistungsfähig.
Bin ich zu müde?
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2 - eine mittlere Wahrscheinlichkeit einzuschlafen
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Beim Sitzen und Lesen 0 1 2 3
Beim Fernsehen 0 1 2 3
Beim inaktiven Sitzen an einem
öffentlichen Ort, z.B. Zuhören
eines Vortrages 0 1 2 3
Beim Reisen, während einer
1stündigen Autofahrt ohne Pausen 0 1 2 3
Beim Ausruhen am Nachmittag 0 1 2 3
Sitzend während eines Gespräches 0 1 2 3
Beim ruhigen Sitzen nach einem Essen
ohne Alkohol 0 1 2 3
Beim Autofahren während eines
Kurzzeitigen Stopps im Verkehr 0 1 2 3
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